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Darmprofil Allergie/Intoleranz

Der nachfolgende Text stammt aus unserem Referenz-Labor
  
Institut für Mikroökologie
Auf den Lüppen 8
D-35745 Herborn
 
mit dem wir seit vielen Jahren eng kooperieren.

 

Alle genannten Untersuchungen werden aus einer Blut- und/oder Stuhlprobe durchgeführt.

DarmProfil Allergie/Intoleranz für Erwachsene und Kinder ab 7 Jahren
Nahrungsmittel können zu Allergien und/oder Unverträglichkeitsreaktionen führen. Bis vor wenigen Jahren hätte man auf solch eine Nachricht noch mit Entsetzen reagiert. Heute hat fast jeder Mensch Verwandte oder Bekannte, die bestimmte Lebensmittel nicht, oder nur in geringen Mengen zu sich nehmen können, da sie diese nicht vertragen.

Nahrungsmittel, die von der Mehrzahl der Menschen ohne Probleme vertragen werden, rufen bei bestimmten Personen Unverträglichkeitsreaktionen hervor. Je nachdem, ob das Immunsystem des Körpers daran beteiligt ist oder nicht, wird zwischen einer echten Lebensmittelallergie und einer Unverträglichkeitsreaktion (Lebensmittelintoleranz) unterschieden. Zu den „nichtimmunologischen“ Reaktionen gehören unter anderem angeborene oder erworbene Enzymdefekte. Ein gutes Beispiel hierfür ist die immer häufiger auftretende Milchzuckerunverträglichkeit. Hier wird vom menschlichen Körper zu wenig von dem Enzym (chemischer Reaktionsbeschleuniger) gebildet, das den aufgenommenen Milchzucker spaltet und in einen anderen Zucker umwandelt, der dann ins Blut und die Zellen aufgenommen werden kann.

Typische Symptome einer Milchzuckerunverträglichkeit sind heftige Durchfälle und Schmerzen im Unterbauch. Bei Karenz (Auslassen) des Milchzuckers bessern sich die Beschwerden rasch wieder. Aber es gibt auch Unverträglichkeiten, deren Ursachen und Mechanismen noch nicht vollständig aufgeklärt sind, wie etwa die Pseudo-Allergien. Damit werden Krankheitsbilder beschrieben, die echten allergischen Reaktionen gleichen, ohne dass bislang immunologische Vorgänge nachweisbar wären.
Reizend so eine Unverträglichkeit
Nahrungsmittelunverträglichkeit und Nahrungsmittelallergien ähneln sich zwar manchmal in der Symptomatik, sie entstehen aber auf unterschiedliche Weise: Bei einer Allergie schlägt das Immunsystem unnötig Alarm, unabhängig von der Menge des aufgenommenen, allergieauslösenden Stoffes. Hier können kleinste Mengen die Symptome einer Allergie auslösen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Kuhmilchallergie. Bei Menschen, die unter einer Kuhmilchallergie leiden, richtet der Körper seine Immunantwort gegen Eiweiße aus der Kuhmilch. Sobald diese Menschen Kuhmilch zu sich nehmen, reagiert der Körper darauf völlig unangemessen und aktiviert immunologische Prozesse. Diese können unabhängig davon, wie viel Kuhmilch der Patient zu sich genommen hat, unterschiedlichste Symptome hervorrufen. Bekannt sind sowohl leichtere lokale Reaktionen wie Hautrötungen und Ausschlag. Aber auch schwere systemische Reaktionen wie Schwellungen im Halsbereich, Übelkeit und Schmerzen im Bauchraum bis hin zu schweren Kreislaufreaktionen und anaphylaktischem Schock (schwere, lebensbedrohliche Überreaktionen mit schweren Kreislaufkomplikationen) sind bekannt.

Im Gegensatz zur echten Allergie gegen ein oder mehrere Lebensmittel, trägt die Unverträglichkeit eher Züge einer „inneren Reizung“. Sie tritt umso heftiger auf, je mehr von der entsprechenden Substanz der Magen-Darmtrakt zu bewältigen hat.
Eine Reihe von Lebensmitteln ist dafür bekannt, dass sie häufig Unverträglichkeitsprobleme bereiten
Milchzucker
Aufgrund eines Enzymdefektes können manche Menschen Milchzucker nicht angemessen verdauen.
Gluten
Das Klebereiweiß mit dem Hauptbestandteil Gliadin ist in fast allen Getreidearten enthalten. Einige Menschen vertragen diesen Eiweißstoff ebenfalls aufgrund eines Enzymmangels nicht.
Stark säurehaltige Früchte und Gemüse
Zitrusfrüchte, Rhabarber, Äpfel, Birnen, Tomaten, Ketchup und Spinat
Süßigkeiten
Schokolade, Kakao und Kakaogetränke, Lakritze, Vanilleeis, Zucker, Bonbons und Honig
Fett
Schweinefett, Schmalz, Speck, Sauerrahmbutter, Wurst, Kartoffelchips, Pommes frites und Pflanzenöl
Gewürze
Paprika, Pfeffer, Essig, Senf
Getränke
Limonade, Sojamilch, Obstsäfte, Blutreinigungstees
Diagnostik bringt Sicherheit
Da der überwiegende Teil der echten Lebensmittelallergien auch mit Symptomen einhergeht, die denen einer Unverträglichkeit sehr ähnlich sind, lassen sich beide Erkrankungen oftmals schwer gegen einander abgrenzen. Gerade im Bereich der leichteren Beschwerden im Magen-Darmbereich, bedarf es häufig einer gründlichen Diagnostik, die es dem Arzt oder Therapeuten ermöglicht, den Krankheitssymptomen eindeutige Ursachen zuzuordnen und dann weiter gezielt zu diagnostizieren bzw. mit einer entsprechenden Therapie oder Nahrungsmittelkarenz (Auslassen eines Lebensmittels) zu beginnen.

Mit der neuen Diagnostik DarmProfil Allergie/Intoleranz bieten wir eine Diagnostik an, die es erlaubt die Ursachen von Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten eindeutig herauszufinden. Während das Vermeiden der allergieauslösenden Stoffe nur eine symptomatische Maßnahme darstellt, ergeben sich aus dieser neuen Diagnostik unterschiedliche therapeutische Ansätze und Maßnahmen. Diese können das Übel an der Wurzel packen und so nicht nur symptom-, sondern ursachenbezogen die Krankheit bekämpfen.
Die Diagnostik umfasst die folgenden Parameter:
Bakteriologische und mykologische Untersuchung
Die mikrobiologische Untersuchung einer Stuhlprobe erlaubt Aussagen über den Zustand und die Funktionstüchtigkeit der Darmflora und des Immunsystems. Eine gesunde Zusammensetzung der Darmflora ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass Stoffwechselprozesse geordnet ablaufen können. Neben den Bakterien der Darmflora spielen gerade bei Patienten, die unter Allergien leiden, sehr oft „Pilze“ (Candida Arten) eine wichtige Rolle. Candida gehört zu den Hefen (Sprosspilzen) und kommt häufig in der Darmflora vor. Unter gewissen Umständen kann sich Candida besonders stark im Darm vermehren und kann dann zu Befindlichkeitsstörungen wie Blähungen oder Durchfall führen. Bekannt ist, dass gerade bei Allergikern Candida als Auslöser von allergischen Reaktionen fungieren kann.
Calprotectin, Alpha 1 Antitrypsin und EPX
Calprotectin, Alpha-1-Antitrypsin und EPX sind Anzeiger von Entzündungen. In der Diagnostik und speziell im Bereich der Stuhldiagnostik, werden diese drei Entzündungsmarker verwendet um anzuzeigen, ob im Darm und vor allem der Darmschleimhaut entzündliche Prozesse stattfinden und ob die natürliche Darmschleimhautbarriere gestört ist. Ist sie gestört, können allergieauslösende Lebensmittel oder Lebensmittelbestandteile wesentlich leichter ins Körperinnere vordringen und hier zu allergischen Reaktionen führen.

Calprotectin und EPX kommt noch eine besondere Bedeutung zu. Stehen beide in einem bestimmten Verhältnis zueinander, kann hieraus gefolgert werden, ob es sich bei den Beschwerden um eine echte Allergie oder eine Nahrungsmittelunverträglichkeit handelt.
Histamin und Diaminooxidase (DAO)
Ein Botenstoff, der in Geweben vorkommt, ist das Histamin. Es ist an der Kontrolle unterschiedlichster Reaktionen im Körper beteiligt. So kann es die Blutgefäße veranlassen sich zu erwei- tern. In der Lunge regelt es die Aktivität der Muskulatur, die ein Ein- und Ausatmen erst möglich macht.

Im allergischen Geschehen kommt ihm eine besondere Bedeutung zu. Ist es doch im Falle einer Allergie (z.B. Heuschnup- fen, Asthma bronchiale oder Nesselsucht) an der Regelung sämtlicher Sofortreaktionen wie Rötung und Anschwellen der Haut etc. beteiligt. Histamin ist der zentrale Botenstoff im allergischen Geschehen. Im Körper wird das Histamin über einen anderen Stoff nach dem „Einsatz“ wieder abgebaut, so dass es im Normalfall nie zu einer Anreicherung von Histamin im Körper kommen kann. Dieses Enzym, das Histamin wieder abbaut, ist die DAO (Diaminooxidase). Ist die DAO aktiv, kann Histamin sehr schnell abgebaut werden. Ist die DAO in ihrer Aktivität gehemmt, wird Histamin im Körper angereichert und allergische Symptome können schneller ausgelöst werden und der Verlauf kann wesentlich stärker ausfallen.

Neben der Rolle, die Histamin und DAO bei einer Allergie spielen, gibt es noch ein Krankheitsbild, das erst in den letzten Jahren vermehrt Beachtung findet – Die Histaminunverträglichkeit. Hierbei handelt es sich um eine Unverträglichkeitsreaktion, die ausgelöst wird durch Lebensmittel, die selber Histamin enthalten. Werden solche Lebensmittel nun in größeren Mengen von Menschen verzehrt, die unter einer eingeschränkten Funktion der DAO leiden, kann das in den Lebensmitteln enthaltene Histamin nur unzureichend abgebaut werden. Hier kommt es dann zu allergieähnlichen Symptomen, wie Übelkeit, Hitzewallungen, Durchfall oder Atemnot.

Typischerweise sind histaminreiche Nahrungsmittel wie Rotwein, Sekt, Hartkäse, Räucherwaren, Sauerkraut, Spinat oder Tomaten unmittelbare Auslöser solcher spontan auftretenden Anfälle. Neben bestimmten Lebensmitteln, die bei eingeschränkter Enzymaktivität (DAO) zu allergieähnlichen Symptomen führen können, gibt es auch eigentlich harmlose Darmbewohner unserer Darmflora, die in der Lage sind, Histamin zu bilden und auch an die Umgebung, in dem Fall den Darm abzugeben. Können sich diese Bakterien stark vermehren, können auch sie über das gebildete Histamin ähnliche Symptome auslösen.
Therapeutische Konsequenzen aus der Diagnostik „DARM- PROFIL ALLERGIE/INTOLERANZ“
In Abhängigkeit von dem Untersuchungsergebnis werden Ihrem Arzt oder Therapeuten Erklärungen und Therapievorschläge übermittelt. Selbstverständlich liegt die Auswahl der für Sie geeigneten Behandlungsmaßnahmen im Ermessen Ihres Arztes, der Sie und Ihre Beschwerden am besten kennt und einschätzen kann. In seiner Gesamtheit bietet das neue DarmProfil Allergie/ Intoleranz, die Möglichkeit Beschwerden des allergischen Formen- kreises genau einzugrenzen, die Ursachen herauszufinden und dadurch, wenn nötig, schnelle und effektive ursachenbezogene Maßnahmen und Therapien einzuleiten.

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